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Felix im Kopostklo_weitIm 2. Jahrtausend galt der Nachtopf, das Plumpsklo oder die Toilette immer als etwas Unschönes, was man möglichst schnell wieder vergessen haben wollte. Unsere Komposttoilette im Naturgarten ist da anders. Wir haben wenige Tage altes Heu von unseren Wiesen benutzt und es duftete steht’s danach in unserem schönen Örtchen.

Unsere Komposttoilette steht erhöht und Mitten im Naturgarten, neben dem Gemeinschaftszelt.

Es ist massiv gebaut und hat einen großen Raum für einen der größten Zauber der Natur. Wir machen dort schwarzes Gold: Humus.

Man kann heute schon Gartenerde unterschiedlichster Qualität und Herkunft im Baumarkt für teilweise hohe Preise kaufen. Dieser Humus, der bei uns im Naturgarten entsteht, würde in einer Zivilisation hohen Bewusstseins gegen seltene Heilkräuter, besondere Öle oder aufwendige Stoffe getauscht werden. So wird jedes Glied des Kreislaufes gewürdigt und bereichert uns. Wer viel Humus hat, ist nämlich reich!

Hier ein Eindruck einige Stunden VOR der Einweihung und noch mitten im Bauen:

Felix im Kopostklo_nah

Wenige Meter neben der Komposttoilette entstand unser Hauptbegegnungs – Platz an diesem Wochenende. Wir hatten schon 2 andere vorbereitet, aber unsere zwei Familien, die im Naturgarten zelten durften, sehnten sich nach Sonne und breiteten sich auf dem sonnigsten Platz aus, der Kurzerhand dann Haupt-Treffpunkt wurde. Wir sind da flexibel.

Durch eine Weisheit, die uns bisher noch nicht klar wurde, regnete es am Anreisetag erst mal in Strömen. Ein bisschen verunsichert und bang saßen wir dann gegen 20 Uhr in dem Gemeinschaftszelt und bemühten uns um Begegnung, Vorstellung, Kennenlernen. Als das noch nicht so richtig fruchten wollten (die 4 Kleinkinder mussten zwischendurch ins Bett gebracht werden) sangen wir einfach Lieder und feierten so auch ein wenig in den Mai.

Am Freitag sah die Sache schon ein wenig anders aus. Vor allem gab es viele Fragen und Erklärungen. Ich selbst fühlte mich nicht sooo wohl und kümmerte mich ein bisschen um praktische Dinge, wie die Wege oder die Komposttoilette.

Felix der Glückliche Vor- und Nachdenker

Felix der Glückliche Vor- und Nachdenker

Samstag morgen war ich dann bereit. Unsere Gäste waren so richtig angekommen und ich bereite morgens einen Vortrag über das Leben auf einem Familienlandsitz, unterschiedliche energetische Bereiche und die Ballance zwischen Nähe und Abstand zwischen Bewohnern und Gästen vor. Nach 2 Stunden in der Frühe stand er und ich gab ihn 45 Minuten lang wieder. Es ging darin auch um die Unterschiede, die Vielfalt menschlichen Lebens auf den Familienlandsitzen und ich berichtete, was ich so auf meinem Probelandsitz tue. Interessanter Weise sagte die eine Mutter, dass ihre Tochter am ersten Tag unbedingt zu der Hütte wollte, in der ich derzeit neben dem Naturgarten wohne. An einem bestimmten Punkt, wollte das 2 Jährige Mädchen aber nicht weiter. Sie spürte die energetische Grenze, die ich dort aufgebaut hatte. Die Mutter war irritiert. Wenn ihre Tochter etwas wollte, war sie sonst davon nie abgerückt und nun dieses plötzliche Desinteresse, ohne ersichtlichen Grund. Ein abgestumpfter Erwachsener tappt da durch und wird vielleicht von stärkeren „Barrieren“ aufgehalten. Ganz grobschlächtige Menschen muss ich dann mit Worten, Gesten und Mimik auf Abstand halten, wenn ich fühle, dass es diesen Abstand gerade braucht.

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Danach gab es dann eine kleine Einführung im Umgang mit Lehm und eine Weiterentwicklung unserer Klotzbeute, sodass im nächsten Jahr die Honig- Bienen einziehen können. Hummeln und Wildbienen haben wir schon eine Menge, aber so ein richtiges vitales Volk mit Honigbienen ist natürlich noch mal eine andere Sache. Nachmittags liefen wir zum nächst-gelegenen Kraftort und ich führte inspirierende Gespräche.

Abends stand dann „Geschichten an der Feuerschale“ auf dem Programm und einer unserer Gäste hatte wohl auch eine Großartige parat, aber leider erlebte ich davon nichts. Ich hatte mich umgezogen und warm eingepackt und wollte mich so gegen 20 Uhr noch mal kurz hinlegen und wachte dann 4 Uhr morgens wieder auf. Daya wollte mich wohl auch wecken, aber ich schlief tief und fest, hatte es wohl auch nötig. Sonntag morgen, kurz vor 9 stand ich dann wieder auf, erholt.

2. Mai Naturgarten 2015_012

Bei all den schönen Begegnungen und dem seelisch intensiven Austausch ist es doch immer sehr anstrengend, zumindest geht es mir so. Vielleicht wird das noch besser.

Am Sonntag war dann nicht mehr so viel los, außer dass Maik das Mähen mit der Sense und das Dengeln erklärte und vorführte. Obwohl ich selbst mittlerweile regelmäßig mähe und dengele habe ich trotzdem wieder etwas lernen können, auch wenn ich das schon mehrfach gezeigt bekommen und dem gelauscht habe, was da erklärt wird.

Anschließend saßen wir Weda Elysianer beisammen und fragten uns wieder, wie es gelaufen ist, was wir besser machen können und ob wir es in dieser Form wieder machen wollen.

Nach jedem Treffen wandelt sich die Form ein wenig, weil wir wieder etwas gelernt haben und auch diesmal waren unserer Besucher wieder beeindruckt, wie viele Gedanken wir uns im Vorfeld schon machen. Es wurde aber auch angemerkt, wie schwierig es war, dass wir uns aufeinander einstellten, vor allem am letzten Abend.

Zum Abschluss meines kleinen Rückblickes möchte ich euch noch an einer Fügung teilhaben lassen, die so auch nicht alle Tage vorkommt.

Wir hatten an diesem Wochenende 3 Paare mit insgesamt 5 Kinder zwischen wenigen Monaten und 4 Jahren als Gäste. Ihr Umgang mit den Kinder und untereinander war sehr aufschlussreich und interessant für mich.

Zwei der drei Paare kannten sich gut und wollen eine Gemeinschaft gründen. Das eine Paar tendiert eher Richtung Anastasia und Familienlandsitz und das andere sucht mehr nach einer Lebensgemeinschaft im herkömmlichen Sinne. Vor allem am Sonntag morgen wurde ihnen dieser Unterschied richtig bewusst und sie unterhielten sich intensiv darüber. Eines der beiden Paar blieb auch nur bis nach dem Frühstück, weil sie noch die Gemeinschaft „Windberg“ besuchen wollte und mit Gründern aus dieser Gruppe sprechen, sich das Gelände anschauen wollte. Das andere Paar wollte lieber bleiben und noch mehr über das Leben auf einem Familienlandsitz nach Anastasia erfahren. Diese kleine Spaltung dieser Freunde-Gruppe fiel ihnen nicht ganz so leicht. Erst, als wir alle verabschiedeten, stellte sich heraus, dass das dritte Paar alle 10 Anastasia-Bücher gelesen hatte und einen Familienlandsitz gründen möchte, allerdings auch gerade die Gemeinschaft „Windberg“ vorantreibt. Dieses dritte Paar stellte in diesem Punkt genau das dar, was die anderen beiden Paare von zwei Richtungen aus gerne erreichen wollten. Manchmal ist das, was man sucht, direkt vor der Nase und mann kann es dennoch nicht sehen, weil man nicht wirklich im Hier und Jetzt ist.

Das kam allerdings erst heraus als unser Seminar schon vorüber war, erstaunlich, oder?

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