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Nachdem ich und das Stückchen Erde sich allmählich an die neue Jurte gewöhnt haben, brauchte es nun aber dringend auch ein warmes Herz für den kalten Winter.

Und so haben wir vom 9. bis zum 11. Oktober bei ungewöhnlich kaltem, aber sonnigen Wetter ein kleines Seminar gehabt, sodass auch andere lernen können, wie man so einen Ofen baut und was dabei beachtet werden kann.

Ich selbst habe bestimmt am meisten gelernt, zumal ich noch nie einen Ofen gebaut hatte, und bestenfalls assistierend dabei stand, während Maik Maß nahm und die Steine in drei Schichten zusammenfügte.

Freitag saßen wir am Abend ein wenig zusammen, und da wir unsere beiden Teilnehmer schon kannten, konnten wir gleich fachsimpeln und über diese und jene Entwicklung reden.

Am Samstag ging es dann um 10 los, 4 Männer, ein Ziel: Ein kleines Feuerchen im fertigen Ofen anzünden. Oft lief eine kleine Kamera mit, damit alle Schritte im Nachhinein nachvollzogen werden können, und wir schossen auch Duzende Fotos von vielen Details. An was alles gedacht werden muss, bei so einem Ofen!

Durch die vielen kleinen Schnitte und Schliffe, die es braucht, damit Tür, Auflagesteine… gut passen zog sich das dann doch länger hin, als wir gedacht hatte.

Mittags aßen wir warme Suppe, teilten auch ein wenig Kamutbrot, Walnüsse und Birnen und Abends saßen 3 noch um ein „richtiges“ Feuer unter Sternenhimmel, bis wir die nötige „Bettschwere“ erreicht hatten. Sonntag begannen wir um 9 mit Hochdruck und wurden dennoch erst am Nachmittag „fertig“. Ein kleines erstes Feuerchen weihte den neuen Ofen ein. Nun ist er zwar noch unverputzt, und freut sich auch schon auf eine Verlängerung seines Abzugsrohres, aber er tut was er soll: Die Wärme lange halten und Gerichte kochen.

 

 

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