Es wird immer klarer. Nichts geht über Holz! Je natürliche, desto besser.

Wir lernen die Geheimnisse der Natur wieder nutzen, weil wir die Erfahrungen der Alten heute immer besser begreifen, denn sie lassen sich immer besser mit modernen wissenschaftlichen Analyse-Methoden erfassen. Und wenn das zusammenkommt, die Erfahrung von Jahrtausenden und die neuesten Erkenntnisse, dann können wir eine enkeltaugliche Welt aufbauen.

Der Werkstoff (oder besser Lebensstoff) Holz ist ein Paradebeispiel dafür und kaum einer zeigt das so deutlich wie der Förster und Holzhäuser – Erbauer Erwin Thoma.

In einem genialen Vortrag im November 2016 fasste er die Essenz seiner Tätigkeiten und Erkenntnisse der letzten 20 Jahre zusammen.

 

Erwin Thoma wuchs mit Holz auf, sein erster Lehrmeister war sein Großvater, ein alter Zimmermann. Von ihm lernte er alles Wesentliche über den Bau mit Holz im Schoße des alten Wissens aus den Bergen in einem kleinen Dorf in Österreich. Auf der Grundlage dieses Wissens gründete er seinen Betrieb und begann den Bau von Holzhäusern, kompromisslos. So wenig Abfälle, wie irgend möglich, nur Holz als Baustoff, ohne Holzschutzmittel. Heute baut seine Firma in 33 Ländern Holzhäuser. Seine Holzhäuser erfüllen die höchsten Dämm- Brand-, Schallschutz und Statik-Normen. Ihm war steht’s daran gelegen, dass dieses Erfahrungswissen mit modernen Methoden bestätigt werden kann. Die mechanische Nachweise über die absoluten Brandsicherheit seiner Häuser wurde eindrucksvoll erbracht. Seine Holzhäuser halten großer Hitze länger stand als Häuser aus Beton oder Stahl! Sie haben bessere Wärmedämm-Eigenschaften als Styropor und bieten einen hervorragenden Schall-Schutz. Grundlage seiner Häuser ist diese Weisheit seines Großvaters: „Wenn du mit Holz arbeitest, musst du es steht’s in seiner besten Form verwenden. Die beste Form ist Mondholz.“

Diese Weisheit und anderes Erfahrungswissen schrieb Erwin Thoma in seinem Buch „…dich sah ich wachsen“ (1996). Es wurde ein unerwarteter Erfolg. Ein Ruck ging durch Österreich. Viele Menschen bestätigten ihm diese Erfahrungen, nicht nur aus Österreich. Es kam sogar eine Delegation aus Japan, angeführt von einem buddhistischen Mönch. Dieser Mönch ist der Leiter von dem Kloster in der Kaiserstadt Nara, das als der älteste Holzbau der Menschheit gilt, über 1000 Jahre alt. Sie kamen, weil sie nicht glauben konnten, dass in Europa jemand ein Buch schreibt, in dem die Methode zum Bau von Holzhäusern genau so beschrieben ist, wie es für den Bau ihres Klosters überliefert wurde. Dieser Mönch half Erwin Thoma, sein Buch wurde ins japanische übersetzt und seit dem baut seine Firma auch in Japan und seine Häuser halten den höchsten Anforderungen an Erdbeben stand.

Dem entgegen regierte die Holz – Industrie im eigenen Land kritisch und wiegelte ab. Aber Erwin Thoma, der gelernte Förster und Volkswirt ließ sich nicht irre machen. Sein Buch löste eine über 10 Jahre andauernde wissenschaftliche Diskussion darüber aus, ob „Mondholz“ tatsächlich bessere Eigenschaften hat, als anderes. Dann legte die ETH Zürich den kompletten Nachweis für die Wirksamkeit von Mondholz vor. Mondholz ist wesentlich resistenter gegen Pilze und Insekten und man kann bei richtigem Einsatz auf Holzschutzmittel verzichten.

Aber es ging noch über die rein mechanisch, physikalischen Vorteile von Holz hinaus.

Die Universität Graz konnte in Versuchen nachweisen, dass eine Holzumgebung unseren Körper physiologisch gesünder hält, als eine Vergleichsumgebung aus Kunststoff.

In seinem Vortrag spricht Erwin Thoma auch über jene alte Wund-Heilsalbe aus Baum-Harz, die seine Vorfahren überlieferten, und deren Wirksamkeit heute bestätigt werden kann von Medizin – Wissenschaftlern und leitenden Chirurgen.

Sein Wissen um Holz bettet Erwin Thoma in den Respekt vor jener Intelligenz ein, welche das Holz erschuf und erschafft: Die weise Lebenskraft der Bäume. Er führt sie uns vor Augen und lässt uns erkennen, dass wir nach wie vor noch sehr viel von ihr lernen können über ein nachhaltiges Leben auf der Erde.

In seinem wunderbaren Vortrag kommt also ganzheitliche Weisheit mit Tatkraft und Erfahrung zusammen. Das macht diesen Vortrag enorm wertvoll. Danke Erwin Thoma, du bist ein Pionier und Vorbild für uns!

Daher empfehle ich euch: Nehmt euch die Zeit. Schaut euch den Vortrag mit Freunden und Familie gemeinsam an. Er wird helfen, dass wir den unnachahmlichen Lebensstoff Holz und damit die Weisheit der Bäume wieder tief in unser Leben lassen.

 

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