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Eine Betrachtung von Diane und Michael Blüthner

Im Jahre 2000 erschien der 1. Band einer Buchreihe des Autors Wladimir Megre – ein russchischer Unternehmer – über die Taiga-Bewohnerin Anastasia. Sie umschreibt mit einfachen Worten unsere heutige Lebensweise als auch die Ursachen vieler Probleme. Sie hat eine besondere Sichtweise und folgt einer einfachen und bestechenden Logik.

Im 4. Band wird eine Lebensweise beschrieben, wie sie noch vor ca. 1000 Jahren insbesondere in Rußland verbreitet war. Die Familien lebten materiell autark auf Landsitzen der Größe von 1-2 ha. Von der Zeugung an – dies bedeutet vom 1. Gedanken an das gemeinsame Kind – wird die göttliche Natur der menschlichen Seele gewürdigt. Die Liebe ist die Urkraft aller Gedanken, Gefühle und Handlungen der Menschen. Die Planeten und Sterne, alle Pflanzen und Tiere werden betrachtet als manifestierte Gedanken der ewigen und unendlichen Liebe Gottes. In jedem ist ein tiefer Sinn verborgen. Die Entdeckung desselben erfüllt das menschliche Herz mit Glückseligkeit. Der Mensch ist das Höchste. Er allein ist in der Lage, kraft seines freien Willens aus der Liebe seines Herzens der vollkommenen Schöpfung sein eigenes Schönes hinzuzufügen. Deswegen wird ein Familienlandsitz auch „Raum der Liebe“ genannt. Der Lebenszweck eines Menschen wird bezeichnet als die „Vervollkommnung des Lebensraumes“. Diese Vervollkommnung wird erreicht durch das Sammeln von Verdiensten in der Vollführung guter Handlungen aus der Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Aus den Gesprächen mit vielen anderen Lesern der Bücher wurde deutlich, dass uns ein Gedanke eint, der in etwa so beschrieben werden kann: “Ach ja, stimmt ja. Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen? Wieso habe ich es überhaupt erst vergessen?“

Die Menschen, die von der Idee einen Familienlandsitz zu errichten begeistert sind, treffen sich regional zum Gedankenaustausch, singen Volkslieder, tanzen die alten Volkstänze, gestalten bei Arbeitseinsätzen ein Stückchen Erde zu einem Garten um und pflegen so manchen schönen überlieferten Brauch. Sie bezeichnen sich selbst oftmals als Familien-Landsitzbewegung. Dies ist jedoch keine Bewegung im Sinne einer Organisation, sondern eine Gruppe von Menschen mit gleichen Träumen und Zielen.

Eine tiefe Bedeutung in der geistigen Entwicklung des Menschen liegt in seiner Beziehung zu den Vorfahren, den Ahnen. Die aufrichtige und vorurteilsfreie Betrachtung der Geschichte, die Würdigung der Erfahrungen und Erkenntnisse unserer Ahnen führt zum geistigen Wachstum der menschlichen Seele. Die Geschichte ist ein Teil des kollektiven Vorteils aller Menschen. Auch in den Büchern wird der Geschichte eine große Aufmerksamkeit gewidmet. In ausführlicher Form betrachtet der Autor z.B. die Geschichte des jüdischen Volkes. Dieses hatte in den vergangenen Jahrtausenden besonders viel Leid erfahren. Mit seinen Ausführungen möchte Wladimir Megre dazu beitragen, dieses Leid ein für alle Mal zu beenden. Zitat des Autors aus Band 7, Kapitel 4: „Übergriffe auf die Juden finden seit Jahrtausenden statt, und ich bin in meinen Berichten immer bemüht, ausschließlich historische Fakten ohne subjektive Bewertung zu verwenden. Ich habe dabei nur ein Ziel – die Vermeidung des nächsten, in verschiedenen Ländern gleichzeitig geplanten großflächigen Übergriffs auf die Juden.“

Diese geistige Grundhaltung zur Vermeidung von Benachteiligung und gewaltsamer Verfolgung jeglicher Volksgruppen auf unserer gemeinsamen irdischen Heimat ist ebenso beheimatet in den Gedanken und Gefühlen der Menschen der Familien-Landsitzbewegung.

Das Wichtigste im täglichen Leben ist die Reinheit der Gedanken, frei von Selbstsucht, Habgier, Geiz, Wuchersinn, Neid, Scheelsucht, Hass, Wut, Hoffart, Herrschsucht, Hochmut und Schadenfreude. In der Tiefe unseres Herzens wohnt das Gewissen als Stimme des Guten und Wahren in uns, das uns in allen Lebenslagen ein treuer Führer ist. Die Kämpfe, die wir führen, sind die inneren Kämpfe gegen alles Unlautere. Der Frieden, den wir anstreben, ist ein innerer Friede, der sich in der Liebe zu allen Geschöpfen ausspricht.

Unsere wahre Absicht besteht darin, mit Sanftmut, Demut und Geduld, mit Gnade und Barmherzigkeit im Herzen, in der Liebe zu Gott und zum Nächsten die irdische Heimat als einen paradiesischen Garten zu gestalten und für uns und unsere Nachkommen eine wundervolle Zukunft zu erschaffen.

Die Hauptidee der Gestaltung des zukünftigen Landes ist für jene verständlich, die die Bücher der Reihe nach gelesen haben. Will man diese Idee, mit deren Hilfe die positiven Umgestaltungen stattfinden werden, jedoch in kurze Worte fassen, ohne auf Vollständigkeit Wert zu legen, so lässt sie sich mit den folgenden Worten charakterisieren.
Anastasia glaubt, jede Familie sollte ein eigenes Stück Land von mindestens einem Hektar Fläche haben. Die Familie soll dieses Grundstück, das die Taiga-Einsiedlerin den Familienlandsitz nennt, in eine paradiesartige, lebendige Oase verwandeln, die alle Bedürfnisse des Menschen erfüllt. Die geistige Komponente des Menschen charakterisiert das Aussehen der lebendigen Schöpfung und die Art und Weise, wie der Schöpfer selbst darauf lebt.

Quelle Band 10 Seite 24