Daher einer kleine Vorgeschichte.

Als nach dem erstem Weltkrieg sich die Kirchenaustritte verzehnfachten wurde 1921 von der Evangelisch Lutherischen Kirche (ELK) die Apologetische Centrale gegründet. Apologetik ist die Abwehr anderer Weltanschauungen und wurde gegründet um den Kampf gegen Weltanschauungen außerhalb der ELK aufzunehmen und dadurch den Mitgliederschwund der ELK einzudämmen.

Die jetzige Zentrale für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Lutherischen Kirche, deren Leiter Herr Dr. Matthias Pöhlmann ist, ist sowohl personell als auch inhaltlich nachweißlich die direkte Nachfolgerin dieser Apologetischen Centrale (AC).

Die AC sammelte also ab 1921 alle Informationen über Mitglieder anderer Weltanschauungen. Diese wurden dann 1933 dem Reichsinnen- und Propagandaministerium der NSDAP mit bedacht übergeben. Eine weitreichende Verhaftungswelle war die Folge. Im weiteren Verlauf wurden auf Drängen der AC einige religiöse und weltanschauliche Gruppen, z.B. Zeugen Jehovas, Freidenker u.a. von den Nationalsozialisten verboten. Die AC machte auch systematisch Laienschulungen um Laien für den Weltanschauungskampf zu rüsten.

Eine solche Laienschulung sollte anscheinend auch am Donnerstag, den 10.10.2019 in unserem Dörfchen Wienrode stattfinden.

Also hatte der Bürgermeister aus Blankenburg, Herr Dr. Breithaupt und der Pfarrer Herr Oliver Meißner die „Einwohnerschaft“ von Wienrode zu einer „Einwohnerversammlung“ geladen, damit der Leiter der Zentrale für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche Dr. Matthias Pöhlmann aus Bayern „die Laien aus Wienrode“ über die Weltanschauung der „Anastasia-Bewegung“ aufklärt.

Warum? Weil sich im Dorf „Anhänger“ dieser „Weltanschauung“ niedergelassen haben sollen (gemeint ist damit der Weda Elysia e.V., also wir) und weil im Mai diesen Jahres breits eine mediale Hetzkampagne gegen die sog. „Anastasia-Bewegung“ Aufregung ins Dorf gebracht hatte.

Klar, da können von den Einwohnern schon mal Fragen aufkommen  – was denn da los sei. Zwar ist kaum einer auf den Gedanken gekommen, die Betroffenen selbst zu fragen oder gar das Angebot zur Aufklärung zu nutzen, welches mehrfach vom Verein gemacht wurde, oder gar mal einen Blick hinter die „Fassade“ zu riskieren. Nein, wir von der Behörde holen uns besser einen Experten, denn der kennt sich ja mit den „Weltanschauungen“ anderer Leute bestens aus.

Am besagten 10.10.2019 kam unsere gesamte Vereinsgruppe einigermaßen gerüstet frühzeitig am Gemeindehaus an. Ach… Polizeipräsenz vor Ort? Wir grüßten einander freundlich.

Drinnen waren schon der Bürgermeister von Blankenburg, sein Stellvertreter, die Gemeindesekretärin, zwei vom VS in Zivil!!, der evangelische Pfarrer Herr Meißner und Herr Dr. Pöhlmann. Der Saal füllte sich recht schnell.

Mein Mann und ich setzten uns gleich gegenüber des Rednertisches. Die anderen Mitglieder unseres Vereins wollten sich in den Sitzreihen verteilen, wurden aber von den Ordnungshütern höflich, aber bestimmt aufgefordert den Saal zu verlassen, da sie nicht in Wienrode gemeldet sind. Unsere Einwände, bei Bürgermeister und Pfarrer, daß unser Verein in Wienrode gemeldet ist und wir schließlich die Betroffenen seien, ließen sie nicht gelten. Es wäre eine Einwohnerversammlung.

Sodann wurden die Regeln des Abends durch den Pfarrer Meißner bekannt gegeben und die waren so ausgelegt:

  1. 45 Minuten Vortrag von Herrn Pöhlmann.
  2. Danach dürfen 25 min  Fragen  gestellt werden – aber nur an Herrn Pöhlmann.
  3. Pfarrer Meißner geht mit Mikro rum, Redezeit nur 1,5 min , nur Fragen, keine Kommentare
  4. Die Sekretärin führt Frageliste.
  5. Zwischenkommentare führen zu Rausschmiß.
  6. Danach ist die Versammlung beendet.

Mein Mann ist dennoch aufgestanden, und hat gefragt, ob wir denn am Ende die Möglichkeit einer Stellungnahme bekämen. Diese wurde vom Pfarrer Meißner rundheraus abgelehnt.

Ach so funktioniert also echte Demokratie!? Das Gute an der ganzen Sache war, daß die anwesenden Wienröder das alles mitbekommen haben, sowohl das Rauskomplementieren unserer Leute, als auch diese Reaktion des Pfarrers.

Der Versuch unserer Mitglieder, der Veranstaltung am angekippten Fenster von draußen zu folgen, wurde durch die Gemeindesekretärin unterbunden, indem sie alle Fenster zuknallte und die Rollos runterriß. Die Luft wurde immer dicker im Saal.
Dann begann der Vortrag. Erst erzählte Herr Pöhlmann über die Landsitze und wie sich die Paare finden und zeigte schöne bunte Bilder, aus Russland, vom Anastasiafest … usw.  – natürlich immer mit tendenziösen Kommentaren. Jedoch konnte er nicht verhindern, daß das Schöne und Reine dennoch durchschimmerte.

Aus der Nebenreihe kamen dann Einwürfe wie: „Ach, so was möchte ich auch haben…“ oder „Müssen wir jetzt unsere Hecken wegmachen, damit wir nicht auch in Verdacht geraten…“?

Dann wurde von Herrn Pöhlmann die beliebte Antisemitismuskeule ausgepackt. Sätze aus den Büchern wurden mehrfach aus dem Kontext gerissen und den Wienrödern als antisemitisch aufgetischt.  Sein Ziel war klar erkennbar… Keiner soll diese Bücher lesen, die Leser der Bücher laufen einer Spinnerei, dem „Anastasiasismus“ – auf diese seine Wortschöpfung war er mächtig stolz – hinterher, welche realitätsfremd und eine Utopie sei. Diese „Weltanschauung“ sollte für alle als krude verbrannt werden.

Wir haben uns dann nach Vortragsende sofort gemeldet und mußten auch mehrmals zu Wort gelassen werden, da es nur wenige weitere Wortmeldungen gab.

So haben wir folgende Themen darin benennen können und Fragen gestellt:

Wir haben an die Wienröder adressiert noch mal klar gemacht, daß wir alles am Anfang offen gelegt haben, unsere Projektmappe, Vorstellung vor dem Ortschaftsrat, Angebote für Infoabende, daß wir jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen usw. Was aber bisher kaum genutzt wurde.

Und wir haben das Zitat von Megre vorgelesen, wo er schreibt, daß es ihm darum geht, daß eben keine Übergriffe auf Juden mehr stattfinden sollen:

„Übergriffe auf Juden finden seit Jahrtausenden statt, und ich bin in meinen Berichten immer bemüht, ausschließlich historische Fakten ohne eine subjektive Bewertung zu verwenden. Ich verfolge dabei nur ein Ziel – die Vermeidung des nächsten, in verschiedenen Ländern gleichzeitig geplanten großflächigen Übergriffs auf die Juden. Der nächste Pogrom kann wesentlich größere Ausmaße annehmen als der letzte Übergriff auf die Juden durch das nationalsozialistische Deutschland. Doch der nächste Angriff ist vorprogrammiert. Es gibt nur eine Rettung – ein ausreichendes Maß an Verständnis der Ursachen von früheren Pogromen und die rechtzeitige Einleitung von vorbeugenden Maßnahmen.“ Zitat aus: Band 7, Seite 103

Wir haben benannt, daß die Anastasia-Bücher seit 2018 alle in hebräischer Sprache in Israel vorliegen, es hebräische Internetseiten zur Anastasia-Idee gibt, Leserkreise und erste Siedlungsprojekte, z.B. im Jordantal. Und wenn in den Anastasiabüchern irgendwas antisemitisch wäre, die Juden sich mit Sicherheit längst gemeldet hätten.

Wir haben ihn gefragt, woher er sich die Legitimation und das Recht nimmt, über andere Weltanschauungen zu urteilen und zu richten, aber keine Antwort erhalten.

Wir haben ihn auch auf oben besagte Apologetische Centrale der Evangelischen Kirche angesprochen. Dr. Pöhlmann hat ja seine Doktorarbeit über die Apologetik (Also den Kampf gegen andere Weltanschauungen außerhalb der ELK) geschrieben. Als Meinhard ihn aber aufforderte, zu sagen, was 1933 passiert ist, fing er an ins Schleudern zu geraten und druckste herum, „Daß da eben auch Sachen schiefgelaufen wären.“ Schiefgelaufen ist nicht nur etwas untertrieben. Mehr darüber in diesem Artikel

Dann fing Herr Dr. Pöhlmann nochmal davon an, daß sich die Anastasia-Bewegung ja nicht genug von Rechts und Antisemitismus und von einigen Leuten der „Bewegung“ distanzieren würde. Dazu kam dann nochmal eine Meldung von Meinhard mit der Frage, ob sich die Evangelisch Lutherische Kirche denn aufgrund des Buches von Martin Luther „Die Juden und ihre Lügen“ auch angemessen von Luther distanziert hätte. Das wurde von ihm als sinngemäß „nicht notwendig“ und als Griff in die Mottenkiste abgetan. Aha…

Wir haben vor allen Anwesenden im Saal eindeutig betont, daß wir uns von allem Extremen distanzieren, egal ob von rechts oder von links. Weiters steht schon lange auf unserer Website.

Als Ergänzung möchte ich an dieser Stelle noch hinzufügen, daß wir uns von allen extremen Handlungen und Meinungen distanzieren. Das bedeutet jedoch nicht, daß wir uns per sé von Menschen distanzieren. Das würde unterstellen, daß ein Mensch sich nicht ändern oder entwickeln kann, würde letztendlich bedeuten, sich von einem Teil Gottes zu distanzieren, denn jeder Mensch ist ein Gedanke, eine Schöpfung Gottes. Wir reden mit Menschen und diskutieren möglichst friedlich und konstruktiv, wenn uns Meinungen und Sichtweisen mißfallen. Ausgrenzung ist, nach unserer Sicht, der schnellste Weg, um jemanden zu radikalisieren.

Dann wurde von uns noch eine Einladung an alle Wienröder ausgesprochen, für einen Informationsabend, für den wir noch einen zeitnahen Termin bekannt geben werden.

Das Absurde war, daß einige Fragen von den Wienrödern, welche an Herrn Pöhlmann gerichtet wurden, er nicht beantworten konnte, wir aber hätten etwas dazu sagen können – durften es aber leider nicht.

Was wir wärend dessen fühlten,  und was uns auch im Nachhinein von Menschen aus dem Dorf bestätigt wurde, war, daß die Mehrheit im Dorf auf unserer Seite ist und sich viele fragten, was das jetzt sollte. Es kamen z.B. auch Fragen, wie es denn sein kann, daß diejenigen, über die geredet wird, nicht alle dabei sein durften und wieso man Menschen, die den schlimmsten Schandfleck im Dorf wieder schön machen,  die fleißig sind und niemandem etwas getan haben, so schikaniert werden.

Die, im vor wenigen Tagen erschienen Zeitungsartikel über diese Veranstaltung, erwähnte „tiefe Spaltung des Dorfes“ ließ unerwähnt, daß die meisten der Wienröder kein Interesse an Spaltung haben, ein kleiner Teil jedoch anscheinend eifrig und lauthals bestrebt ist, diese Spaltung  – aus möglicherweise persönlichen Interessen?? – weiter aufrecht zuerhalten.

Eine Dame, ein Mitglied im Ortschaftsrat, von der wir wissen, daß sie zu den wenigen Stimmungsmachern gegen uns im Dorf gehört, stellte dann kurioserweise die Frage an Herrn Pöhlmann, was man denn nun gegen die Spaltung im Dorf tun solle, die dadurch (angeblich durch uns) entstanden ist. Herr Pöhlmann antwortete darauf: „Wichtig ist informieren“ Also übersetzt: Möglichst viele Leute gegen die Andersdenkenden in Stellung bringen und im Idealfall wegekeln. Das ist Apologetik in Reinform.

Unsere Antwort darauf war, der Dame nach der Veranstaltung ein Gesprächsangebot zu machen, da wir der Meinung sind, daß es Sinn macht, sich an einen Tisch zu setzen, wenn man ehrlich daran interessiert ist, Spaltungen zu überwinden.

Zu dem vereinbarten Termin ein paar Tage später ist die besagte Dame jedoch nicht erschienen, was wir sehr bedauerlich finden, jedoch anscheinend auch die allgemeine Verhaltensweise darzustellen scheint, wenn man keine wirklichen Argumente und vielleicht auch ein schlechtes Gewissen hat.

Die ganze Sache hat uns wieder einiges an Zeit uns Nerven gekostet, jedoch haben wir dadurch auch nochmal klarere Antworten, wenn mal wieder jemand an uns herantritt, der aufgrund der Medienberichte verunsichert ist.

Leute, die von sich behaupten, waschechte Demokraten zu sein, haben sehr deutlich ihr wahres Gesicht offenbart. Und wir fragen erst gar nicht, was da wieder an Steuergeldern sinnlos verballert wurde. Und hätten die Herren vom Verfassungsschutz nicht Wichtigeres zu tun, als friedliche, fleißige Menschen zu beobachten??? Es hat sich anscheinend nichts geändert. Die beiden sahen original so aus, wie die Stasimitarbeiter welche zu DDR-Zeiten Tag für Tag an der Straßenecke zur Ständigen Vertretung der BRD in Berlin standen. Nur hatten diese zur „Tarnung“ immer einen von den bunten Dedoron-Einkaufsbeutel in der Hand.

Was war das Ganze nun?

  • Eine Laienschulung damit Mißtrauen größer wird und Menschen einseitig verbildet werden, die Spaltung im Dorf größer wird ?
  • Moderne Inquisition durch Mediale Verbrennung?

Einige Leute sollten wohl besser erst vor der eigenen Türe kehren und den Balken aus dem eigenem Auge entfernen, bevor man auf mögliche Splitter im Auge von Anderen zeigt!

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Nachtrag vom 26.10.2019

Unsere Anmeldung am 24.10. zur nächsten „Info“Veranstaltung über die „Anastasia Bewegung“ am 7.11.2019 im Wienröder Pfarrhaus mit dem Verein „Miteinander e.V.“ wurde von Herrn Pfarrer Meißner nicht angenommen, da so die Antwort per E-Post, „Die Kapazität des Pfarrhauses erreicht ist“. Laut Volkstimme vom 25.10. sind jedoch noch Anmeldungen erwünscht.

Ich fasse hier nochmal zusammen: Demokratie nach dem Verständnis von einigen wenigen Wienröder Meinungsmachern findet hinter Türen statt, hinter die nicht jeder schauen darf, sodaß man in Ruhe und ungestört über andere Menschen herziehen kann.

Dazu bemüht man dann noch einen Verein, welcher sich zwar „Miteinander e.V.“ nennt, jedoch anscheinend nur eins im Sinn hat, die „Laien“ weiter im Weltanschauungs- und Gesinnungskampf zu beschulen. Denn nach unseren Recherchen haben Mitglieder dieses Vereins „Miteinander e.V.“ Kontakte zur Antifa und Linksextremer Szene und werden mit insgesamt 1,7 Millionen Euro pro Jahr aus öffentlichen- also Steuergeldern!!! – subventioniert.

1,7 Milloionen Euro pro Jahr!!! Davon wandert ein Großteil in die Taschen derjenigen, die sich doch so selbstlos für die „Gute Sache“ einsetzen. Wir würden mit 1,7 Millionen Euro „Haus Lindenquell“ binnen viel kürzerer Zeit, als es uns jetzt möglich ist, in ein Schmuckstück des Dorfes wandeln. Zur Freude und Erbauung für uns, vieler Wienröder und Gäste, ohne vielleicht jeden Stein und jeden Euro 3x umdrehen zu müssen. Und hätten dann immer noch was übrig für ein großes, wundervolles Fest!